1988 in Mostar, Jugoslawien. Es ist Sommer, die Stadt steht unter Strom. Das alljährliche Wettspringen an der alten Brücke ist in aller Munde. Mina und ihre Freund*innen Leila und Sasha sitzen am Flussufer und schauen den Springenden zu. Unter ihnen ist Mili, ein junger Mann aus Dalmatien. Er kennt weder die Stadt, noch die gefährliche Flussströmung und wagt es dennoch. Sein verpatzter Sprung beschert Mili ein geschwollenes Gesicht, aber auch ein Date mit Mina. Die zwei werden ein Paar, die vier Freund*innen unzertrennlich. Ihre Herkünfte und religiösen Unterschiede spielen keine Rolle, haben sie doch die Musik, die sie verbindet. Ihre Unbeschwertheit bewahren sie sich, bis zum Frühjahr 1992: Dort wo in ihrem Sommer noch Bosniak*innen, Kroat*innen und Serb*innen, muslimisch wie katholisch, in den Straßencafés zusammensaßen, herrschen jetzt Kälte, Misstrauen und Feindseligkeit untereinander. Mili, Mina, Sasha und Leila scheinen davon unberührt – bis die ersten Schüsse auf die Moschee fallen.
Regie: Simone Sterr
Bühne und Kostüm: Sabina Moncys
Licht: Konstantin Wassilewskij
Sounddesign: Volker Seidler, Patrick Schimanski
Dramaturgie Lena Meyerhoff
Regieassistenz und Abendspielleitung: Sasha Schewelew
Ausstattungsassistenz: Andrea Nagy
Inspizienz: Sorin Mogos, Matthias Gers
Emina: Carolin Weber
Mina: Izabella Radić
Mili: Ali Aykar
Leila: Germaine Sollberger
Sasha :Nils Eric Müller